US-Präsident Donald Trump verschärft mit einem umfassenden Zollpaket den Handelskonflikt – doch die Liste der betroffenen Regionen sorgt für Kopfschütteln. Neben der EU (20 % Zoll) und China trifft es auch absurde Adressaten: Die australische **Norfolk-Insel** (29 % Zoll), deren 2.200 Bewohner die „nichts in die USA exportieren". „Es ist ein Running Gag. Alle lachen“, sagt Steuerberater Gye Duncan. Die Wirtschaft der Insel basiert auf Tourismus, nicht auf Export. Die **unbewohnten Heard- und McDonald-Inseln** in der Antarktis (10 % Zoll), die lediglich von Pinguinen bewohnt werden, wurden auch mit Zöllen belegt. „Die Pinguine zocken uns schon seit Jahren ab“, spottete Trumps ehemaliger Kommunikationschef Anthony Scaramucci.
**Lesotho: Diamanten für US-Konzerne**
Ebenfalls betroffen ist das afrikanische Lesotho, das 2023 Diamanten im Wert von 56 Millionen Dollar in die USA exportierte – größtenteils über US-eigene Minenkonzerne. Gleichzeitig verkauft Trump selbst „Made in Lesotho“-T-Shirts über seine Marke, wie südafrikanische Medien enthüllten. Die Zölle treffen somit indirekt US-Interessen.
**Trump und die falsche Forderung**
Die Absurdität der Maßnahmen unterstreicht eine weitere Fehlinformation: Trump forderte kürzlich die Freilassung der französischen Politikerin Marine Le Pen – die jedoch nicht inhaftiert ist. Dies nährt Zweifel an der Sachkenntnis des Präsidenten bei internationalen Themen.