Es ist also wieder passiert: Eine 21jährige Studentin wurde diese Woche im Bahnhofsbereich Praterstern von drei minderjährigen Afghanen vergewaltigt. Der Fall ist der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die schon das letzte Jahr über erkennbar war -trotzdem hat man seitens der Exekutive nicht mit der notwendigen Härte reagiert, um das Entstehen eines augenscheinlich nicht mehr kontrollierbaren Zustands zu verhindern. Denn es nutzt den Opfern rein gar nichts, dass laut Polizei die Zahl der Vergewaltigungen in Wien gesamt nicht gestiegen sind. Es hilft auch nichts zu beteuern, dass ja schon ein mehr an Beamten (man spricht von 100 in 24 Stunden) rund um den Praterstern im Einsatz sind. Dann müssen es halt mehr sein, dann müssen verdächtige Personen intensiver kontrolliert werden, dann muss eben verstärkt Videoüberwachung eingetzt werden - was immer es braucht, um diesen Sicherheitsnotstand zu beenden.
Die wesentlich schwierigeren Fragen sind von den für die Betreuung und Integration von Flüchtlingen zu beantworten: Warum laufen zB drei Minderjährige unbegleitet mitten in der Nacht durch Wien? Wo wohnen sie bzw wer betreut sie? Haben sie jemals gelehrt bekommen, wie unser Verständnis vom Umgang mit Frauen aussieht? Warum die Häufung von Vergewaltigungen in diesem lokalen Kontext? Es reicht nicht aus, Grenzen zu öffnen und "Willkommen" zu rufen – man übernimmt damit auch Verantwortung für diese Menschen – dies sei den politischen Verantwortlichen ins Stammbuch geschrieben.
Und es muß jetzt schnell passieren, denn mit jedem Fall werden Leben von Opfern zerstört. Und Wien soll nicht Chicago werden, oder?
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