Tierkommunikation und Telepathie - Hirngespinste oder Chancen?

Dass Kommunikation aus weit mehr besteht als der bloßen akustischen Verständigung, wobei der Abfolge von Lauten die Bedeutung einer als Sprache bezeichneten Entschlüsselung zugeschrieben wird, ist weit verbreitete Gewissheit. Wenn wir etwa das Wort "Urlaub" hören, dann löst dies zunächst in uns allen sofort ein Bild aus und wir vermeinen zu wissen, welcher Bedeutungsinhalt angesprochen wird. Zeitgleich empfangen wir aber auf der nonverbalen Ebene Informationen, die es zu deuten gilt, um im weiteren Gesprächstverlauf keine Komplikationen heraufzubeschwören: Nuancen in der Geschwindigkeit, Betonung und Lautstärke des gehörten Wortes, die Gestik und die Mimik haben Einfluss darauf, wie dieses in uns ausgelöste Bild aussieht. Ebenso wie die eigene Offenheit und Wertschätzung für das Gegenüber. In Summe wird hier von Metakommunikation gesprochen. Dass die nonverbalen Anteile der Kommunikation dabei eine enorme Bedeutung haben kann man beispielsweise auf einem Spielplatz beobachten, wo im Einsatz ihrer Muttersprache noch nicht allzu sattelfeste Kinder sich hervorragend zu verständigen wissen, zum Teil auch ganz ohne Worte - scheinbar nur mit Blickkontakt und dem Einsatz von Händen und Füßen. Letzteres hilft ja gerade, wenn man an Urlaub denkt, auch Erwachsenen oft sprichwörtlich weiter wenn man der in der Urlaubsdestination gesprochenen Sprache nicht mächtig Verständigung sucht.

Es gibt eine weitere Ebene, auf welcher sich Gedanken austauschen lassen. Eine Ebene, welche beispielsweise dazu veranlassen kann, den dringenden Wunsch zu verspüren, einen schon lange nicht mehr gesehen Freund sofort anrufen zu müssen. Und das, wie man später erfährt, just in dem Moment, wo eben dieser Freund intensiv daran gedacht hat, dass er die früher einmal regelmäßiger stattgefunden habenden Kontakte sehr vermisst. Dieses Phänomen wird von den einen als siebter Sinn beschrieben, von anderen als purer Zufall abgetan. In den Wissenschaften wird versucht, diese gedanklichen Verbindungen unter dem Namen "Telepathie" zu erforschen. Natürlich sehr umstritten, zumal der Bestand morphogenetischer Felder, die alles Leben auf der Welt verbinden und wobei diese Bahnen eben auch für den Transport von Informationen genutzt werden können, mit technischen Hilfsmitteln nichtnachgewiesen werden kann. Dass allerdings unerklärliche Informationsaustäusche stattfinden selbst ohne Sicht- und Hörkontakte, das ist nicht bloß als Science Fiction abzutun und begleitet viele Menschen auch abseits der Kinoleinwand. Weshalb "Avatar" oder die Fernsehserie "Touch" ja auch solche Faszination ausüben können.

Geht man einen Schritt weiter, so kann in dieser bloß gedankenbasierten Ebene der Kommunikation auch eine Möglichkeit der Verständigung von Lebewesen erkannt werden, welche über keine gemeinsame denotative Sprache verfügen. Mensch und Tier etwa. All jene, die ein Haustier bei sich haben, werden bestätigen, dass auch Tiere sich zu verständigen wissen: da wird sofort über die unterschiedlichen Formen des Schnurrens einer Katze berichtet, da werden die Körpersignale eines Hundes als deutliche Mitteilungen genannt. Stimmt. Wer Tiere beobachten kann ist klar im Vorteil und wird Situationen der Begegnung zwischen Mensch und Tier viel besser einschätzen können. Doch auch hier berichten Menschen immer wieder über Phänomene, wo plötzlich Bilder, Gerüche und Emotionen vor dem eigenen geistigen Auge erscheinen, welche erst Sinn machen, wenn man sie Beobachtungen des Tieres zuordnet. Mit erstaunlichen Bestätigungen, wenn man den Mut besitzt, tatsächlich dieser Spur nachzugehen. Aufbauend auf diesen Annahmen hat sich ein eigener Berufszweig entwickelt: jener der Tierkommunikation. Dabei geht es um eine Verständigung mit den Tieren, welche nicht nur aus Beobachtung und Deutung mit Augen und Ohren wahrnehmbarer Sprache geht. Klingt spooky, doch spätestens dann, wenn wieder einmal im Wege der Tierkommunikation ein verschwundenes Tier gefunden werden kann oder im Rahmen einer Tierkommunikation Abläufe beschrieben werden, welche zwischen Halterin beziehungsweise Halter und betroffenem Tier wohlgehütete Geheimnisse darstellten, oder auf Grundlage des Gespräches Ursachen für natürlich vom Tierarzt abzuklärende Beschwerden des Tieres aufgefunden werden, dann scheint es, als wäre es doch wert, sich damit ein wenig mehr auseinanderzusetzen. Sind Mensch und Natur etwa doch in einer Matrix miteinander verwoben?

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U.Peslac

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