D.Trump ist - wieder einmal (aber wann wäre er das spätestens seit seiner Wahl nicht gewesen?) - in aller Munde.
Er hält, so die Einen, endlich, was er versprochen hat. (Ungesagt, zwischen den Zeilen, schwingt mit: Endlich ein Politiker, der das tut!) Obwohl nicht ganz klar ist, ob alles so funktionieren wird, wie er sich das vorstellt.
Die Anderen wiederum halten ihn für unmenschlich: Kinder von ihren Eltern trennen, indem man Letztere wegen ihres nicht legalen Grenzübertrittes zu Kriminellen erklärt und einsperrt. Die Kinder, deren Verbleib so klar dann auch nicht ist, werden in Großunterkünften "geparkt". Fraglich, ob sie Zugang ins "System" und Heimplätze oder Pflegeeltern für die Dauer ihres begrenzt sein sollenden Aufenthalts sich finden. Eher nicht. Denn auch für die "bio-amerikanischen" Kinder ist die Versorgung außerhalb der Familien, so denn nötig, eher prekär.
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Danke!
Von der dritten Gruppe, ebenfalls Bedenkenträger, spricht und schreibt keiner, obschon sie keine so kleine Gruppe sind: amerikanische Arbeitgeber, die nicht geringen Nutzen aus eben den Illegalen ziehen. Denn wer illegal ist, darf nicht klagen. Jeder 20. Arbeitnehmer in den USA ist illegal und wird auch so behandelt: schlechtere Bezahlung, schlechtere Arbeitsbedingungen, die nicht selten an Zeiten der Sklaverei erinnern. Womöglich ist es kein Zufall, dass nach nicht nur gesetzlicher (lange Zeit scherte das niemanden), sondern auch praktischer Abschaffung der Sklaverei oder eben sklavenähnlichen Bedingungen diese Nische stillschweigend geduldet wurde.
Böse Zungen (oder ist es am Ende nur die Wahrheit?) behaupten, US-Amerikas einstiger Reichtum beruhte eben auf der Sklaverei. Wer hätte schon Baumwolle und Zucker von Plantagen bezahlen können, auf denen Lohnarbeiter tätig waren? Es war ein zu mieser Job.
Und auch heute kann man sich nur schwer vorstellen, dass ehemalige Ford-Arbeiter (35$ Stundenlohn) o.ä. für 6$ Stundenlohn schwerste (Wander-)Arbeit auf Plantagen, in der Textilindustrie (in der kaum Einheimische arbeiten) oder im Dienstleistungsgewerbe bzw. häuslichen Bereich verrichten wollen würden.
Vor einiger Zeit machten die Illegalen auf diesen Umstand aufmerksam. Viele von ihnen legten für nur einen Tag die Arbeit nieder. Die USA jaulte schon da auf.
Und das war nur ein Tag! Und längst nicht alle nahmen teil, weil sie bereits wegen dieses einen Tages um ihren Job fürchteten.
Dass die Quote der nicht legalen Arbeitnehmer ziemlich genau der Arbeitslosenquote (5,3%) in den USA entspricht, klingt nur im ersten Moment gut. Denn an dem Wohlstandsgefälle ändert das nichts; das nehmen die Illegalen nur deswegen hin, WEIL sie illegal sind. Vielleicht, wenn sie legal wären, würden sie - zu Recht - die gleichen Bedingungen erwarten wie die Einheimischen.
Weshalb es für jederman, der nur irgendwie von diesen niedrigen Lohnkosten profitiert, angenehm, richtig und sinnvoll ist, alles so zu belassen. Das sind nicht nur Arbeitgeber, die konkurrenzfähig bleiben wollen, sondern auch Endverbraucher, die lieber billige, statt teurer Weintrauben kaufen.

pixabay/MIH83
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Bewusst wähle ich als Ergänzung einen älteren Artikel. An der grundsätzlichen Situation hat sich nichts geändert. Warum wohl, wo es doch schon allerhand Ansätze gab, Änderungen vorzunehmen? Ist es am Ende (und das darf man sich andernorts auch fragen) nicht immer wieder nützlich, den Fokus auf "den Fremden" zu richten, wo ganz andere Themen unter die Lupe gehören?